In den letzten Jahren wird in den Medien verstärkt über sogenannte „Abnehmspritzen“ berichtet. Dabei handelt es sich um Medikamente, die ursprünglich zur Behandlung von Diabetes entwickelt wurden und meist im Zusammenhang mit Gewichtsreduktion dargestellt werden. Diese Berichterstattung kann bei Menschen mit Diabetes unterschiedliche Wahrnehmungen und Gefühle auslösen.
Wir möchten gerne mehr darüber erfahren, wie Sie die mediale Darstellung dieser Medikamente wahrnehmen und bewerten und haben Sie im Februar nach Ihrer Meinung gefragt:
» Wie empfinden Sie die Berichterstattung in den Medien über „Abnehmspritzen“, also ursprünglich zur Behandlung von Diabetes entwickelte Medikamente? «
Die Frage wurde von 943 Menschen mit Diabetes beantwortet. 50,9 % der Befragten waren Frauen. Die Teilnehmenden waren zwischen 19 und 89 Jahren alt, das mittlere Alter betrug 59,6 Jahre. 71,2 % der Menschen mit Diabetes haben einen Typ-1-Diabetes, 28,8 % einen Typ-2-Diabetes, im Mittel leben sie seit 27,3 Jahren mit ihrem Diabetes.

Die Ergebnisse zeigen, dass die mediale Berichterstattung über „Abnehmspritzen” von vielen Menschen mit Diabetes eher kritisch wahrgenommen wird. Mehr als die Hälfte der Befragten (Typ-1: 52,4 %, Typ-2: 55,4 %) äußerte die Befürchtung, dass Menschen mit Diabetes dadurch schlechter mit diesen Medikamenten versorgt werden könnten. Damit ist dies die am häufigsten genannte Einschätzung und sie betrifft beide Diabetesformen in vergleichbarem Ausmaß.
Zudem befürchten 47,1 % der Menschen mit Typ-1-Diabetes und 40,0 % der Menschen mit Typ-2-Diabetes, dass durch die mediale Darstellung ein falsches Licht auf Menschen mit Diabetes fällt. Auch der Aussage, die Darstellung von Diabetes sei dadurch sehr einseitig, stimmten insbesondere die Menschen mit Typ-1-Diabetes zu (40,7 % gegenüber 26,2 % bei Menschen mit Typ-2-Diabetes). Insgesamt deutet dies darauf hin, dass die Berichterstattung von einem relevanten Anteil der Befragten als potenziell verzerrend wahrgenommen wird.
Demgegenüber bewertete nur ein kleiner Teil der Befragten die mediale Aufmerksamkeit grundsätzlich positiv. Lediglich 13,7 % der Menschen mit Typ-1-Diabetes und 28,8 % der Menschen mit Typ-2-Diabetes gaben an, es grundsätzlich gut zu finden, dass das Thema Diabetes dadurch mehr Aufmerksamkeit erhält. Während also ein Teil – insbesondere bei Typ-2-Diabetes – die erhöhte Sichtbarkeit als Chance betrachtet, überwiegen insgesamt kritische Einschätzungen.
Zusammenfassend zeigen die Ergebnisse, dass die mediale Fokussierung auf „Abnehmspritzen” bei vielen Menschen mit Diabetes mit Versorgungsängsten und der Sorge vor einer verzerrten Darstellung der Erkrankung verbunden ist. Dabei zeigen sich teilweise deutliche Unterschiede in der Wahrnehmung zwischen Menschen mit Typ-1- und Typ-2-Diabetes.
Abschließend stellen wir hier noch die Frage des Monats März vor, die wieder aus der Diabetes-Community kommt, von Diabsurance. Bevor wir einsteigen, möchten wir kurz vorstellen, wofür Diabsurance steht, denn sie unterstützt Menschen mit Diabetes dabei den bestmöglichen Versicherungsschutz zu fairen Konditionen zu finden. Die Frage des Monats dreht sich daher auch um das Thema Berufsunfähigkeitsversicherung. Ein sehr wichtiges Thema für Menschen mit Diabetes, denn häufig gibt es beim Abschluss einer solchen Versicherung enorme Hürden und/oder Mehrkosten bzw. Ausschlüsse.
Beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung wird das individuelle Gesundheitsrisiko in der Regel in die Berechnung der Versicherungsprämie einbezogen. Für Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes kann dies zu sogenannten Risikozuschlägen führen, wodurch die monatliche Prämie im Vergleich zu einer gleichaltrigen und hinsichtlich Berufs, Geschlecht und sonstiger Merkmale vergleichbaren Person ohne Diabetes erhöht wird. Die Höhe dieser Zuschläge variiert je nach Versicherer, individueller Krankheitsausprägung und Risikoeinschätzung.
Mit der folgenden Frage möchten wir erfahren, welchen maximalen Prämienzuschlag Sie persönlich bereit wären zu akzeptieren, um dennoch eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen zu können. Dabei geht es nicht um Ihre aktuelle Versicherungssituation oder konkrete Angebote, sondern um Ihre grundsätzliche Einschätzung und Zahlungsbereitschaft im Vergleich zu einer Person ohne Diabetes mit ansonsten vergleichbaren Voraussetzungen.
Hier ein Beispiel: Eine Person ohne Diabetes, die Ihnen hinsichtlich Alter, Beruf und sonstiger Merkmale vergleichbar ist, zahlt für eine Berufsunfähigkeitsversicherung monatlich 100 Euro. Aufgrund Ihres Diabetes erhebt der Versicherer einen Risikozuschlag, sodass Ihre monatliche Prämie höher ausfällt. Welchen maximalen Zuschlag wären Sie bereit zu akzeptieren, um dennoch eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen, wenn dies bei einer Grundprämie von 100 Euro bedeuten würde:
- unter 25 % → bis 125 Euro
- 25–50 % → 125–150 Euro
- 50–100 % → 150–200 Euro
- 100–150 % → 200–250 Euro
- über 150 % → mehr als 250 Euro
- gar keinen Zuschlag
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