Als Folge der abrupten Streichungen bei den staatlichen Forschungsgeldern wurde die „Diabetes Prevention Program Outcomes Study“ (DPPOS) (https://dppos.bsc.gwu.edu/) am 10. März 2025 eingestellt. Die DPPOS ist oder besser: war eine bahnbrechende 30-jährige Längsschnittstudie, die 1.700 engagierte Teilnehmer an 29 Institutionen in den gesamten USA begleitet hat.
Diese Langzeit-Folgestudie des „Diabetes Prevention Program“ (DPP) wurde bisher von dem National Institute of Health (NIH) gesponsert. Bemerkenswert dabei ist, dass DPP sich ursprünglich auf die Vorbeugung von Typ-2-Diabetes fokussierte. Die Studienergebnisse wurden 2002 präsentiert, das DPP-Programm zur Änderung des Lebensstils reduzierte die Entwicklung von Diabetes um 58% und wurde anschließend von Medicare übernommen und finanziert. Die nun gestoppte Langzeitnachverfolgung wurde mit Mitteln des NIH fortgesetzt, um die langfristigen Auswirkungen der Diabetesprävention zu untersuchen, wobei neben Diabetes auch Gesundheitsprobleme wie Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Herz- und Gefäßkrankheiten), Nervenschäden, Nieren- und Augenerkrankungen untersucht wurden. Da die Teilnehmer immer älter werden, lag der Fokus aktuell mehr auf altersbedingten Gesundheitsproblemen wie den Rückgang der körperlichen Leistungsfähigkeit und kognitive Schwierigkeiten (Denk- und Gedächtnisstörungen).
Fazit: Durch den Stopp der DPPOS-Studie wird nun die Gelegenheit verpasst, Antworten auf solche wichtigen Fragen zu erhalten. Weil aber europäische Universitäten verstärkt US-Wissenschaftler anwerben, könnte man sich eine solche Langzeitstudie ja auch mal bei uns in Europa vorstellen.
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